recens |
17.07.2003 ich meditiere, wie ich es von milk gelernt habe. energie sammelt sich zwischen meinen fingern. wenn ich diese energie mit den händen langsam von rechts nach links und zurück schiebe, erleben körper und geist das zeitversetzt. es macht mich fast schwindelig. dann stehe ich auf der brücke zum drachenland. milk ist bei mir. ich höre(?) recens sagen, dass ich allein zu ihm kommen soll. ich bin verwundert. doch er betont, dass es wichtig ist, dass ich allein komme. so wie ich es immer tue, will ich meine sorgen und alle dinge über bord werfen, bevor ich ganz hinübertrete. ich tue es und erkenne, dass milk auch dabei ist. um ihn zu retten springe ich hinterher und fange ihn im flug. ich bringe ihn an den beginn der brücke und sage ihm, dass er hier auf mich warten soll. ich verbinde seine augen mit einem tuch. er sitzt ganz ruhig, mit gekreuzten beinen vor mir auf dem festen boden vor der brücke. er vertraut mir und hat auch keine bedenken, als ich ihm erkläre, dass ich eine weile weg sein werde und ihm die zeit sicher unendlich lang vorkommen wird. er nickt nur. dann gehe ich hinüber zum tor am ende der brücke. auf der anderen seite des tor's erwartet mich nicht die grüne wiese, sondern ein kleines zimmer. dunkel ist es darin. alles scheint aus holz zu bestehen. es gibt keine möbel. ein fahles licht lässt ein fenster erahnen. ich öffne die fensterläden und sehe nur zähne in einem riesigen maul. erschreckt drehe ich mich einmal um mich selbst, ziehe das schwert und stoße zu. immer wieder. es wird heller. das zahn-ding wird durchsichtiger und kleiner, bis es am ende ganz winzig ist. mit dem zauberstab vor mir auf die erde gestützt stehe ich da und befehle dem ding "du bleibst da!". ich bin jetzt auf der wiese und will mich nach recens umsehen. bevor ich mich abwende donnere ich dem ding noch einmal zu "du bleibst da!" und weißes licht geht von mir aus, wie ein welle. dieses zahnding sind alte erinnerungen. sie sind wütend und anstatt lehr- oder hilfreich zu sein, wollen sie mir dinge vorgaukeln. recens hat mich schon erwartet. ich umarme ihn und steige auf seine schultern. sofort fliegt er los und ich frage ihn, wohin er denn will. "Sieh selbst!" antwortet er, doch ich habe angst und schaue lieber nach oben. dort ist nichts weiter als das universum. das sage ich ihm und er antwortet "wenn du es so willst" die alte wahrsagerin greift meine hand und die vier kinder sehen zu mir hoch und laufen eilig davon. die alte will aus meiner hand lesen, doch ich mag das nicht und will meine hand zurückziehen. sie lässt es nicht zu und murmelt etwas, was ich nicht verstehe (will ich es überhaupt verstehen?) ich frage den riesen-recens, was sie gesagt hat, doch er meint nur "hör hin"! ich versuche es, trotz der angst vor dem, was sie zu sagen hat. in meinem kopf höre ich ihre stimme: jetzt will ich mehr wissen und frage sie "wie kann ich meine vergangenheit verschwinden lassen?" sie sieht wieder in meine hände, schüttelt den kopf und antwortet "Davon hast du zuviel. Zuviel vergangenheit, um sie verschwinden zu lassen." ich will weg von hier. ich will zu milk, der noch an der brücke wartet. ich will weg von der handleserin. recens lässt mich nicht gehen. "Deine Lektion ist noch nicht zu Ende." milk (king of ki sama) wird in einer sänfte vorbeigetragen. er schaut ernst in die runde. ich frage den gaukler, warum der könig nie lacht, obwohl er der herr des lächelns ist und sein volk fröhlich. der gaukler zuckt die schultern. ein harlekin kommt mit ein paar luftsprüngen direkt zu mir. ich frage ihn "hat er auch zuviel vergangenheit?" der harlekin legt den kopf schief, so dass die glöckchen an seiner kappe klingeln: "jeder hat soviel vergangenheit, wie er eben hat. trink' tee und sieh nach vorn!" aus meinem stab lasse ich fesseln aus licht um das zahn-ding fliegen. ich puste das gefesselte ding einfach ins universum, wo es sich in nichts auflöst. dann renne ich eilends zur brücke. stoppok ist weg, aber milk sitzt ganz ruhig und unversehrt da. schnell schiebe ich den schutzzauber beiseite und nehme ihm die augenbinde ab. er lächelt und ich küsse ihn - froh, dass es ihm gut geht. er sagt, er hatte keine angst und will wissen, wie es in ki sama war. ich antworte ihm, dass ich ihm das im RL simsen werde. aber als erstes will ich ihn nach hause bringen und ruhe finden. mein herz klopft zum zerspringen. |
| 27.06.2003 recens bringt uns wieder nach ki sama - in einen saal. milk sitzt dort eine stufe erhöht auf einer art thron aus schwerem dunklen eichenholz. er sieht traurig aus. neben mir knien viele menschen. einfache leute. alle scheinen um eine art audienz zu bitten? (als ich milk auf dem thron sitzen sehe, ist mir klar warum. im RL ist seine wesenskarte der hohepriester. ki sama ist also sein reich...) ich will aufstehen, um zu ihm zu gehen. ich würde ihm gern etwas tröstendes sagen, weil er so traurig aussieht. ich komme nicht dazu, denn er steht auf und kommt zu mir. er streckt die hände aus... ...ich erschrecke heftigst, als milk im RL seine hand auf mein herz legt |
| 23.06.2003 recens heißt mich auf seinen rücken zu steigen. ich frage ihn, ob er hobbs land kennt und was mit panubi ist. außerdem erzähle ich ihm, dass mich milk glücklich macht und dass ich gerne wüsste, was es mit ki sama auf sich hat. ki steht für energie und sama für die sehr respektvolle anrede eines herren/meisters. das hat milk mir gesagt. beim google'n habe ich aber noch andere dinge gefunden, die mir eher angst machen. mein drache bleibt mir die antwort schuldig. stattdessen finde ich mich auf seinem rücken wieder und er fliegt los. milk kann noch mit aufspringen, weil er mir im letzten moment die hand hochreicht. recens bringt uns wieder nach ki sama. ich weiß, dass in dem menschengetümmel jemand stecken muss, den wir suchen. zusammengekauert in einer hausnische sitzt ein kleines kind. wir reichen ihm etwas zu essen. es greift hastig danach und rennt dann davon. wir können es nicht einholen. außer atem sitzen wir am ufer eines flusses. ich sehe das kind, wie es sich vorsichtig heranschleicht. plötzlich ist mir klar, dass es nur so gelingen kann: jeden tag da sein, mit dem was das kind braucht und geduldig zu warten, dass es es sich selber holen kommt. wie bei einer kleinen katze, die noch nicht an menschen gewöhnt ist. ich bedanke mich bei recens und eile zurück ins RL... |
| 21.06.2003 recens hat uns schon erwartet. ich stelle ihm milk vor. er nickt und sagt "er ist kein drachtöter. kommt mit!" wir fliegen mit dem drachen zu den ausläufern eines gebirges. eine stadt mit hohen türmen und schmalen gassen ist in die felswände gebaut. alle leute tragen schwarze gewänder. ich sehe keine kinder. männer und frauen kann man nur schwer unterscheiden. ich öffne die augen und sehe milks ausgestreckte hand direkt zwischen meinen augenbrauen. ... ich atme ein, ich atme aus... milk öffent im gleichen moment wie ich die augen und wirkt erschreckt. "wie lange hast du deine hände so gehalten?" |